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Viererkette oder einfach nur Entscheidungslosigkeit?

Christian Weller 13. November 2012

Am vergangenen Wochenende haben die Grünen in einer Urabstimmung zwei Kandidaten als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr aufgestellt. In Kürze sollen nun zwei weitere Personen für die Doppelspitze der Partei gewählt werden. Also eine Partei, 2 Flügel, 4 „Köpfe“? Ob das überhaupt in eine gemeinsame Richtung führen kann?

Das Ganze sieht meiner Meinung nach so aus: “Wir haben mehrere Leute, können uns aber nicht entscheiden, wen wir wollen, deswegen geben wir einfach allen ein Amt, dann muss sich auch niemand über Leistung qualifizieren.“ Wer in der einen Wahl verliert, wird dann halt in der anderen Wahl bestätigt, so können alle oben bleiben. Dass das mit der Demokratie so eine Schwierigkeit bei den linken Parteien ist, war mir ja bewusst, aber Demokratie heißt nicht, dass man einfach alle zum Chef macht, sondern heißt das man Entscheidungen trifft. Aber das mit Entscheidungen und deren Umsetzung ist ja bei den Grünen schon immer etwas kompliziert gewesen, da ist man z.B. für die Energiewende, aber gegen den Leitungsausbau, gegen Windparks, gegen moderne Grundlastkraftwerke…

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Für alle anderen bleibt es sicherlich ein amüsanter Anblick, wenn alle vier meinen dasselbe „Grün“ zu vertreten und dann in vier verschiedene Richtungen losrennen.

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Comments (2)

  1. Tja, so ist das in basisdemokratisch orientierten Parteien: Es gibt Überraschungen. Es gibt differierende Positionen. Es gibt mehrere Menschen, die sich gern für das grüne Projekt engagieren – natürlich finden alle ihren Platz, natürlich gibt es keine Einheitsmeinung, natürlich spiegelt sich das auch im „Spitzenpersonal“ wieder. Wenn das ein Alleinstellungsmerkmal der Grünen ist…

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