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Umfrage: Ist der Landkreis Vorpommern-Greifswald zu retten?

Franz Robert Liskow 18. Oktober 2012


In der heutigen Ostsee-Zeitung und dem Nordkurier wird erneut über die desaströse Finanzlage des Landeskreises berichtet. Dazu macht sich unser Redakteur Franz-Robert Liskow seine eigenen Gedanken:

Den neuen Landkreis Vorpommern-Greifswald gibt es gerade 1 Jahr. Für einen Start konnte man sich keine schlechteren Ausgangsbedingungen vorstellen. 100 Mio. EUR Altfehlbeträge, die Erwartung einer weiter stark schrumpfenden Bevölkerung, hohe Arbeitslosigkeit und eine zum Teil marode Infrastruktur.

Als wenn dies nicht schon schlimm genug wäre, scheint die Verwaltung in einer depressiven Handlungsstarre festzusitzen. Von der Landrätin gewinnt man den Eindruck, als hätte sie den Laden nicht im Griff. Der letzte Entwurf des Haushaltes für den Landkreis sah neue jährliche Fehlbeträge um die 40 Mio. EUR vor. Öffentliche Investitionen gibt es kaum noch. Gleichzeitig vermeldet die Mehrzahl der Gemeinden ebenfalls rote Zahlen im Haushalt.
Hilferufe werden von der Landesregierung mit präsidialen Presseerklärungen abgetan.

Ist der Landkreis zu retten?

Ist der Landkreis noch zu retten?


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Comments (1)

  1. Die Rettung ist möglich. Sie hängt nicht, wie man vielleicht glauben sollte, am Geld. Die innere Überzeugung und Einstellung in der Verwaltung, im Kreistag, in den den Gemeinden und die Beteiligung der Bürger bilden die wichtigste Grundlage. Was ich heute denke, bestimmt ganz wesentlich, was ich morgen tue oder nicht tue. Die Akzeptanz der Notwendigkeit von Konsolidierung und die Bereitschaft zu Strukturveränderungen, die auch Einschnitte in gewohnte Verhältnisse vornimmt, sind der erste Schritt. Eine konstruktive Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten ohne frühzeitige Tabus sind der Zweite. Eine gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen von Kreis und Gemeinden sind der Dritte. Sobald sich erste Erfolge einstellen, wird sich auch das Land nicht einer intensiveren Hilfe verschließen. Wer jedoch damit beschäftigt ist zu begründen, warum nicht gespart werden kann und weshalb die Situation ausweglos ist, wird keine Lösungswege finden und so die eigene Vorhersage bestätigen.

    Griechische und spanische Kommunen müssten in ihren Etats zum Teil Kürzungen von 30% und mehr vornehmen. Gleichzeitig ist dort die wirtschaftliche Basis der Region noch schlechter und die dortigen Landesregierungen werden wohl kaum zu Hilfe kommen, da sie eigene Probleme haben. Warum sollte der Landkreis es also nicht schaffen, wenn hier doch „nur“ knapp 10 % des jährlichen Etats ungedeckt sind.

    Ich meine der Landkreis kann in fünf Jahren saniert werden.

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