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Theaterstrukturreform- Vorpommern hat Hausaufgaben gemacht

Ivo Sieder 18. Dezember 2013

Auch über zwei Jahre nach seinem Amtsantritt hat SPD-Kultusminister Matthias Brodkorb eine seiner wichtigsten Aufgaben noch nicht ansatzweise erledigt, die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Theater in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur Details sind noch zu klären, nein, nicht einmal die grundlegendsten Strukturentscheidungen sind getroffen.
Unabhängig davon welche konkrete Struktur ein jeder bevorzugt, eines ist klar- am Theater Vorpommern und an den vorpommerschen Entscheidungsträgern liegt es nicht. Erstens hat das Theater Vorpommern seit Jahren einen Haustarifvertrag, der für alle Mitarbeiter mit großen Entbehrungen verbunden war und ist. Zweitens haben sich die entsprechenden Gremien wie bspw. die Greifswalder Bürgerschaft für ein oder mehrere der vom Land vorgegebenen Theaterkonzepte ausgesprochen. Drittens haben das Theater Vorpommern und die Volksbühne Anklam bereits eine seit längerem intensive Zusammenarbeit vereinbart, die aber monatelang auf die Anerkennung aus dem Kultusministerium warten musste.
Dies steht im klaren Gegensatz zu dem Verhalten der Verantwortlichen in Schwerin und Rostock. Gerade in Rostock setzt man auf Konfrontation und lehnt jegliche Kürzung oder Zusammenlegung am dortigen Volkstheater ab. Dies ist das gute Recht der Hansestadt Rostock- der Kultusminister [mit Rostocker Wahlkreis] sollte daraus die Konsequenzen ziehen und die bisher nach Rostock fließenden Theatermittel vollständig auf die anderen Theater im Land verteilen. Sparsamkeit und Reform in Vorpommern müssen endlich belohnt werden statt in Mecklenburg die Theater ständig mit Nothilfen über Wasser zu halten!

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