PommernBlog

4

Tempolimits in Mecklenburg-Vorpommern? Nein Danke!

Franz Robert Liskow 11. April 2013

Manche unnötigen ideologischen Debatten scheinen sich wohl regelmäßig zu wiederholen. Wie fast alle Zeitungen unseres Bundeslandes heute morgen vermeldeten, scheint es wieder die völlig unnötige Diskussion über Tempolimits in Mecklenburg-Vorpommern zu geben.

Die Frage, die sich mir da immer noch stellt: Warum denn schon wieder?

Diese Bevormundung und Gleichmacherei durch Tempolimits kann man nur entschieden ablehnen. Es sollte doch eher vor Ort von Fall zu Fall entschieden werden, welche Geschwindigkeitsbegrenzung die richtige ist.  Meiner Ansicht nach wird  generelles Tempolimit auf Landstraßen und innerhalb von Städten  auf lange Sicht den Verkehrsfluss eher bremsen und den Schadstoffausstoß somit deutlich erhöhen. Dies wird dazu führen, dass unsere Innenstädte in Smog zukünftig ersticken werden.

Man muss sich doch einfach mal vor Augen halten, dass Deutschland das einzig verbliebene Land der Welt  ist wo es keine  generelle Höchstgeschwindigkeitsgrenze auf Autobahnen gibt. Dies zu ändern wäre nicht nur ein Eingriff in die individuelle Freiheit der Autofahrer, sondern auch ein Angriff auf die Absatzmöglichkeiten der deutschen Automobilhersteller, da der heimische Marketingeffekt hierdurch wegfiele. Besonders wer die A20  kennt, der weiß, dass ein Tempolimit keinen Sinn ergibt und realitätsfern ist.

Anstatt eine überflüssige Debatte und bereits ausdiskutierte Idee also noch einmal aufzuwärmen, sollten sich die Beteiligten eher darauf konzentrieren, wie man die Verkehrserziehung in unseren Schulen verbessern und damit unsere Jugendlichen und Fahranfänger besser aufklären und vor möglichen Gefahren warnen kann.

Foto: derUtles / Flickr.com / CC-Lizenz

Comments (4)

  1. De Facto sind in den Städten ein Großteil der Nebenstraßen bereits verkehrsberuhigt oder sollten es sein. Insofern zielt ein generelles Tempolimit von 30 km/h zunächst einmal auf eine Vereinfachung des Ist-Zustands. Weiterhin bliebe es den Städten überlassen, bestimmte Hauptverkehrsachsen mit Tempo 50 auszuweisen.

    Was die Autobahnen anbelangt empfehle ich einen Blick nach Skandinavien und die dortigen Unfall- bzw. Verbrauchsstatistiken. Deutschland hat ansonsten mehr zu bieten als nur die Automobilindustrie, welche den Trend zu sparsameren Fahrzeugen und innovativen Antriebskonzepten über Jahre verschlafen hat!

    Antworten
  2. In der Schule lernt man das Erörtern. Zu einer These gehört hierbei, dass man sie im Idealfall mit einem Beleg und einem Beispiel unterfüttert. Wenn man es ein wenig akademisch angehen lassen möchte, kann man auch eine konkrete Quelle für die angegebenen Fakten nennen.

    All das vermisse ich. „Meiner Ansicht nach wird generelles Tempolimit auf Landstraßen und innerhalb von Städten auf lange Sicht den Verkehrsfluss eher bremsen und den Schadstoffausstoß somit deutlich erhöhen. Dies wird dazu führen, dass unsere Innenstädte in Smog zukünftig ersticken werden.“ – macht die CDU Politik basierend auf den Meinungen von BWL-Studenten oder auf Grundlage von Fakten?

    „Man muss sich doch einfach mal vor Augen halten, dass Deutschland das einzig verbliebene Land der Welt ist wo es keine generelle Höchstgeschwindigkeitsgrenze auf Autobahnen gibt.“ Soll das tatsächlich ein Argument gegen ein allgemeines Tempolimit sein? Klingt eher so, als sei F.R. Liskow insgeheim doch ein Befürworter…

    „sondern auch ein Angriff auf die Absatzmöglichkeiten der deutschen Automobilhersteller, da der heimische Marketingeffekt hierdurch wegfiele“ Wovon redet F.R. Liskow hier? Ich kenne keinen deutschen Autohersteller, der im Ausland damit wirbt, dass es in Deutschland keine Tempolimits gibt.

    „Besonders wer die A20 kennt, der weiß, dass ein Tempolimit keinen Sinn ergibt und realitätsfern ist.“ Ich fahr auf der A20 gern 130 km/h. Es ergibt Sinn, weil bei so ziemlich jedem PKW der optimale Drehzahlbereich anschließend überschritten wird. Das gilt auch für modernere Fahrzeuge mit 6-Gang Getriebe, Automatik oder auch für Fahrzeuge mit höherer Motorleistung als die 115-130 Pferdestärken, die momentan als Standard gelten. Das verwundert übrigens auch wenig, denn so weit ich weiß steigt der Luftwiderstand proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit. Auch auf der A20 können übrigens Defekte am Fahrzeug entstehen, Tiere mit dem Fahrzeug kollidieren, Objekte auf der Fahrbahn liegen usf. Wer hier die „individuelle Freiheit“ nutzt und rast, kann auch als geübter Fahrer mit einer niedrigeren Geschwindigkeit garantiert gesünder aus seinem Fahrzeug entsteigen als jemand, der mit deutlich höherer Geschwindigkeit unterwegs war. Das liegt sozusagen in der Natur der Sache. Ist es also wirklich so sinnlos, auch auf einer A20 einfach mal die Richtgeschwindigkeit zu fahren?

    Antworten
  3. Das Tempo und somit das Rasen ist eine höchst subjektive Sache. Grundlage dieser Diskussion sollte sein, eine Analyse des Anteils nicht Geschwindigkeits- beschränkter Strecken zu beschränkten Strecken auf den Autobahnen zu erstellen. Da wird man sehen, dass es nur einen kleinen Teil noch freier Autobahnstrecken gibt. Insofern ist die Diskussion kaum noch eine grundlegende.
    Ansonsten sollte man jedem seine individuelle Freiheit bei der Wahl der Geschwindigkeit lassen.

    Antworten
  4. Pingback: Franz im Glück: schwarze Traumhochzeit verbindet Greifswalder Christdemokraten | Fleischervorstadt-Blog - Greifswald

Kommentar hinterlassen

Anmelden

Kann mich nicht an Sie erinnernPasswort ?

Registrieren