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Probleme bei der Wiedervernässung müssen auf Tagesordnung bleiben

Franz Küntzel 28. April 2014

Am vergangenen Samstag lud der Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft, Umwelt, Verbraucherschutz der CDU Vorpommern-Greifswald, Bernd Wieczorkowski, zu einer Begehung von wiedervernässten Niedermoorflächen in der Anklamer Umgebung ein. Die exemplarische und anschauliche Darstellung der Probleme der Wiedervernässung standen dabei im Mittelpunkt. Eva Dinse, Bürgermeisterin der betroffenen Gemeinde Bargischow, und Ruth Schiller, Bürgermeisterin der ebenfalls betroffenen Gemeinde Bugewitz, sowie Horst Kundschaft, Betroffener und Vorsitzender des Fördervereins „Lebensraum Peenetal“ e.V., nahmen daran teil, um Hintergründe zu erläutern und einen Blick auf den aktuellen Sachstand zu geben. Die Landtagsabgeordneten Beate Schlupp und Egbert Liskow waren ebenfalls vor Ort.

Die Betroffenen zeigten nochmal die wesentlichen Probleme der Wiedervernässung vor Ort auf, wobei sie auch nicht mit Kritik an der Landesregierung unter Erwin Sellering sparten. Aus ihrer Sicht schieben die Verantwortungsträger der Wiedervernässung, wie zum Beispiel der Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) die Verantwortlichkeiten hin und her und es ist nie wirklich klar, wer nun der genaue Ansprechpartner ist.

Auf Hilfe und Unterstützung seitens des Landes Mecklenburg-Vorpommern hofften die Betroffenen bisher vergeblich. Die beiden Landtagsabgeordneten aus Vorpommern, Beate Schlupp und Egbert Liskow, machten deutlich, dass die CDU die Probleme erkannt hat.

„Wir beschäftigen uns mit den Problemen der Wiedervernässung schon seit einer längeren Zeit. Das vorliegende Positionspapier des CDU-Arbeitskreises ist das Ergebnis der Problemanalyse und zeigt, dass die CDU die Problemlage nicht nur erkannt hat, sondern auch Lösungswege aufzeigt. Auf jeden Fall ist eine Verbesserung der Informationspolitik notwendig. Die Umkehr der Beweislast ist ebenso erforderlich, wie die Festlegung des Haftungszeitraumes auf 25 Jahre sowie die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für ungeklärte Altfälle“, so Egbert Liskow.

„Um die Probleme der Wiedervernässung zu lösen, müssen wir das Thema permanent auf die Tagesordnung rufen. In Schwerin stellen zwei Koalitionspartner die Landesregierung. Damit wir dauerhaft akzeptable Lösungen für die Beteiligten schaffen, müssen beide Teile der Landesregierung dies wollen. Die CDU hat das Thema auf die Tagesordnung geholt und bereits Lösungskonzepte vorgeschlagen. Nun gilt es, die öffentliche Aufmerksamkeit aufrecht zu halten und weitere Unterstützung zu suchen. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald könnte die Betroffenen zum Beispiel durch eine klare Positionierung und Beschlussfassung unterstützen, um ein klares Signal nach Schwerin zu senden. Nur so kann ein Umdenken bei allen weiteren Verantwortungsträgern in Schwerin ausgelöst werden“, macht Egbert Liskow deutlich.

Als Kreisvorsitzender der CDU Vorpommern-Greifswald will Egbert Liskow die Wiedervernässung auch im Rahmen des Kommunalwahlkampfes thematisieren. Dazu stellte er im Anschluss an die Begehung ein Großflächenplakat vor, das die Position des CDU-Kreisverbandes zur Wiedervernässung klar macht.

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