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Ob ROT oder Braun– auf uns könnt ihr nicht bau’n!

Redaktion 19. Mai 2014

 

Man stelle sich eine linke Partei vor, die seit Jahren von der Einführung des Mindestlohnes träumt. Natürlich ohne über die wirtschaftlichen Konsequenzen nachzudenken. Die SPD eben. Dann gelingt es tatsächlich, diese Forderung in einer großen Koalition mit der CDU durchzusetzen. Allerdings mit einer Reihe von Ausnahmen, um Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Während die SPD-Spitze diese Vereinbarung als Sieg feiert, zeigt die Basis ihr wahres Gesicht: Kommt der Mindestlohn, wird der Betrieb einfach geschlossen. „Mit den steigenden Personalkosten war eine weitere Sanierung einfach aussichtslos“, begründet der Greifswalder Unternehmer Norbert Braun (SPD) die Schließung seiner Firmen RügenGut in Garz und Marlin Seafood in Valluhn im Kreis Ludwigslust-Parchim. 80 Arbeitsplätze gehen dadurch verloren (vgl. OZ vom 7. Mai 2014).
Wie soll der Wähler das verstehen? Gilt der Mindestlohn nur für die anderen? Oder war das nur eine von vielen leeren Versprechungen der SPD? Eins steht jedenfalls fest: Das Hemd ist den Genossen eben doch näher als die Hose. Geht es an das eigene Portemonnaie, dann verstehen die Brüder weder Spaß noch ihr eigenes Parteiprogramm. So verwundert es auch nicht, dass Genosse Braun in einer seiner Filialen in der Greifswalder Innenstadt („jesske feminin“) mit der „Kompetenz für Vorpommern“ wirbt. Aber ob er dort die Kompetenz findet, die er in der SPD zu vermissen scheint? Wohl kaum!
Den Wählern können wir nur empfehlen: Hände weg von Parteien, die öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein saufen!
Sven Bausemer
Greifswald

 

Comments (27)

  1. Axel Hochschild 16. Mai 2014 at 20:58

    80 vernichtete Arbeitsplätze, die 80 Menschen ins soziale Abseits schieben, sprechen für eine ach so soziale sozialdemokratische Politik – eine sehr unsoziale (!) deutliche Sprache. Vorallem wenn der Verantwortliche zur Kommunalwahl mit der Schaffung von Arbeitsplätzen wirbt. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
    Axel Hochschild

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  2. Ja, ja, die Genossen… Immer für Frieden und Sozialismus, solange es die anderen bezahlen. Aber wer nun denkt, mit dem Unternehmer Braun einen besonders ehrlichen Vertreter der SPD geoutet zu haben, der irrt gewaltig: Ein Blick auf die Internetseite der SPD Greifswald zeigt das Gegenteil. Hier präsentiert sich Herr Braun ganz im Stil seiner Genossen: „Ich stehe für Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen…“ (http://www.greifswald-zuliebe.de). Über so viel Dreistigkeit bin ich sprachlos. Und wenn das kein Betrug am Wähler ist, will ich Erwin S. heißen.

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    • Christian Kruse 17. Mai 2014 at 16:16

      Der SPD-Unternehmer Braun baut Arbeitsplätze auf Grund des Mindstlohns ab bevor dieser überhaupt wirksam wird.Angeblich weil sich die Sanierung der Betriebe auf Grund dessen nicht mehr lohnt.
      Dieser Offenbahrungseid eines SPD Kommunalpolitikers, der mit dem wirbt was er gerade nicht tut,ist eine Ohrfeige für alle Bürger die der SPD auf dem Leim gehen sollen.
      Der Gipfel ist allerdings das solidarische Engegement des Chefs der „Braun-Gruppe“ für eine Familie die auf Grund überdimensionierten Anwesens keine Hartz 4 Mittel bekommen soll.Anstatt diesem Ehepaar(47 und 48 Jahre) zu unterstützen Arbeit zu bekommen um dem unliebsamen Hartz4-Schicksal zu entgehen wird hier sämtlicher Unternehmergeist darauf verwendet durch Trickserei zu staatlicher Stütze zu kommen.Schlimmer gehts nimmer.

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    • Axel Hochschild 17. Mai 2014 at 18:33

      Hallo Herr Sieder,
      ich verstehe Ihre Entrüstung nicht. Herr Braun hat doch auf seiner SPD-Wahlseite nicht nur mit der: „Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen“ geworben, sondern sich auch deutlich für eine: „scharfe Kosten- und Aufgabenkontrolle“ ausgesprochen! Diese angekündigte Kostenkontrolle hat er nun im eigenen Unternehmen (leider!) umgesetzt.
      Schade nur, dass sein folgender Satz auf seiner SPD-Wahlseite nun wirklich nicht stimmen kann. Denn dort erklärt er, dass er: „gegen finanzielle Belastungen der Bürger“ ist. Hört, hört……Denn die armen 80 „freigesetzten“, entlassenen Mitarbeiter sind zwar auf der Kostenseite des Unternehmers verschwunden und nun aber auf die Kostenseite der Allgemeinheit (der Bürger) hinüber gewechselt!
      Sozialdemokratisch hatte ich anders in Erinnerung: „Mindestlöhne für alle!“ – und dies auch für Genossen geführte Unternehmen.

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      • Erik von Malottki 18. Mai 2014 at 13:41

        Sag mal meint ihr das hier Ernst? Ivo Sieder und Axel Hochschild sitzen doch zusammen im Ortsvorstand der CDU. Wieso tut ihr hier so als würdet ihr euch nicht kennen?

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          • Und was soll der Mummenschanz? Sind Sie nicht in der Lage die Frage zu beantworten?

        • Claus Schröder 19. Mai 2014 at 14:45

          Lieber Herr v. Malottki,

          die Kommentare sind in der Tat sehr interessant. Dennoch würde mich ihre persönliche Meinung als SPD Mitglied zum Genossen Braun wirklich interessieren, denn schließlich kandidieren Sie gemeinsam für die Bürgerschaft.
          Blogkommentare sind das eine, aber eine solche Diskrepanz zwischen dem SPD Wahlprogramm und dem Handeln des Herren Braun kann Ihnen doch nun wirklich nicht egal sein.

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          • Erik von Malottki 19. Mai 2014 at 16:18

            Lieber Herr Schröder,

            natürlich ist mir das nicht egal. Wir werden das sicherlich auf der nächsten Mitgliederversammlung SPD ansprechen und kritisieren.

            Als linker Sozialdemokrat bin ich für die Einführung des Mindestlohns schon im Jahr 2014 gewesen und ich bin auch weiter für eine strikte (sofortige) EInführung des Mindestlohns.

            Was Herrn Braun angeht, so hat er viele Arbeitsplätze in Greifswald und Umgebung geschaffen(Riemser), das muss man auch würdigen. Aber als Sozialdemokrat keinen Mindestlohn zu zahlen, das geht natürlich nicht und das werde ich ihm auch so sagen.

            Deswegen ist es so wichtig endlich eine gesetzliche Verpflichtung zu schaffen, damit nicht der profitiert der seine Leute nicht gut bezahlt und der Unternehmer der Sie anständig bezahlt, ist der dumme.

            Perfide wird es aber, wenn genau die Partei die einen allgemeinen Mindestlohn verhindert, jetzt mit dem FInger auf andere zeigt.

            Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.

            beste Grüße

            Erik von Malottki

  3. Wie dreist ist das denn?!!! Der Arbeitgeber schmeisst raus und der Politiker tritt für sichere Arbeitsplätze ein? Gespaltene Persönlichkeit? Oder redet Herr Braun mit zwei Zungen? Schade, dass ihm nicht ne Nase wächst wie Pinocchio, dann würde man die Lügen im Wahlkampf weit sichtbar erkennen.

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  4. Es ist unfassbar welch Heuchelei die Genossen an den Tag legen! Ich bin jedenfalls die längste Zeit SPD-Wähler gewesen! Einfach schäbig solch ein Verhalten!

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    • Erik von Malottki 18. Mai 2014 at 13:43

      Erstmal ist die Meinung von Braun eine EInzelmeinung und zweitens wählen Sie doch einfach CDU. Die sind wenigstens offiziell unsozial.

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      • Axel Hochschild 18. Mai 2014 at 19:46

        Sehr geehrter von Mallottki,
        das Schicksal von 80, auf die Straße entlassenen Menschen und deren Familien als Einzelmeinung zu verunglimpfen, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Schämen Sie sich! In der Schule/Uni hätte man klar gesagt: Thema verfehlt- von Mallottki – setzen 5 !

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        • Erik von Malottki 19. Mai 2014 at 15:58

          Die Meinung von Herrn Braun zum Mindestlohn ist eine Einzelmeinung, das war mein Punkt. Das Schicksal der Familien und der Entlassenen macht mich auch traurig. Genau deswegen kämpfen wir jungen Menschen für eine Zukunft in MV, statt für Sozial und Infrastrukturabbau.

          Daraus jetzt aber den Schluß zu ziehen, das Hungerlöhne weiter möglich sein sollen, um Arbeitsplätze zu erhalten, ist ja wohl perfide hoch drei!

          Sie sind der wahre Zyniker Herr Hochild! Hoffen wir das die Menschen in Greifswald das am 25.05 auch so sehen und CDU abwählen.

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          • Herr Braun hat seinerzeit für den Mindestlohn in der Bürgerschaft gestimmt. Jedoch wenn er ihn selbst umsetzen soll, dann entläßt er die Leute. Offenbar ist bei der SPD mal wieder angesagt, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

            Und Sie haben natürlich Recht, besser die Menschen in die Arbeitslosigkeit schicken, als Ihnen überhaupt eine Perspektive zu schaffen (Achtung Ironie!!!)

            Herr Braun entlässt aber nicht nur Leute, er ruft auch noch zum aktiven Solzialmissbrauch auf. Er scheint ein wahrer Genosse zu sein, ganz getreu dem Motto :“Sozial ist, was mir persönlich am meisten nützt!“

      • Lieber Herr von Malottki,

        ich habe Ihr Verhalten am letzen Freitag auf dem Marktplatz beobachten können und ich muss gestehen,dass mich das doch etwas sehr irritiert hat. Da schreien und brüllen Sie herum, wie ein kleines Kind. Wissen Sie denn nicht, dass Adel auch verpflichtet?

        Vielleicht sollten Sie besser mal arbeiten gehen, anstatt Ihren reichen Bonzeneltern auf der Tasche zu liegen und hier den Sozialrevoluzzer zu spielen?

        Sie sind genauso unglaubwürdig wie dieser Herr Braun. SPD als Arbeiterpartei das war wohl mal. Da ist ja selbst die CDU sozialer…

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        • Erik von Malottki 19. Mai 2014 at 15:51

          Sehr geehrter Herr B.,

          erstmal habe ich keine reichen „Bonzeneltern“. Mein Mein Vater ist Revierförster und meine Mutter arbeitet bei der Behörde zur Aufarbeitung der Stasiunterlagen. EIne ganz normale Mittelschichtsfamilie also. Ihre Polemik können Sie sich also sparen. Wissen Sie eigetnlcih warum ich bzw. wir so geschrien haben? Weil wir es satt haben, das auf den Marktplätzen Sonntagsreden von der Bildungsrepublik gehalten werden, während in der Realität bei Bildung gekürzt wird. Weil wir es satt haben von Frau Merkel angelogen zu werden. Aber tut mir leid, wenn ich Sie beim Kanzlerin zujubeln gestört habe.

          In einem Punkt haben Sie aber Recht. Adel verpflichtet. Er verpflichtet nicht wegzuschauen, wenn bei Bildung gekürzt wird oder wenn bestimmte Leute die Mieten in Greifswald künstlich hochhalten.

          Also viel Spaß beim Angie feiern und die herrschenden Zustände erhalten, Herr B.

          beste Grüße

          Erik von Malottki

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          • Herr von Malottki,

            sie haben keine Lust der Wahrheit ins Gesicht zu sehen! Sie demonstrieren immer wieder wenn Frau Merkel da ist, für mehr Geld für die Universität!

            Das ist ja ehrenswert, aber die finanzielle Aussattung der Uni Greifswald ist Länder Sache und damit Aufgabe des Bildungsministers (SPD) der Finanzministerin (SPD) und des Ministerpräsidenten (SPD)! Sie sollten sich also in Ihrer Partei Gehör verschaffen, anstatt mit kleinkindhaften Polemiken auf dem Markt herumzuschreien. Wieder einmal zeigen Sie, dass die SPD lieber Polemik verbreitet als sich um Problemem zu kümmern.

            Was sie vergessen, sind die ganzen Bauten, die durch Bundesmittel finanziert werden.

          • Herr von Mallottki,

            ich finde es ehrlich gesagt dummdreist und arrogant was Sie hier abliefern!
            Ihr arrogantes Gehabe können Sie mal lassen.
            Im Gegensatz zu Ihnen bin in ich in einer Zeit groß geworden, wo man nicht seine Meinung frei äußern durfte. Wenn man dies tat, wurde man weggesperrt.
            Wenn nun viele Bürger zusammen kommen und unserer Bundeskanzlerin zu hören wollen, weil sie, im Gegensatz zu einem Langzeitstudenten wie Ihnen, viel für unser Land geleistet hat, dann verbitte ich mir doch solche Kommentare.
            Solches Benehmen und solche arrogante Art mögen wir hier in Vorpommern nicht..
            Ich sehe wirklich, wie sehr Studenten, wie Sie leiden müssen, die ganzen Tag hart studieren und sich einen Job suchen. Diese Märchen können Sie jemand anderes erzählen…

  5. Fredericke Druhnka 18. Mai 2014 at 09:32

    Absoluter Skandal, was der braun abzieht! So etwas gehört nicht in die Politik! Scheinheilig und verlogen!

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  6. Politisches Programm und persönliche Verhaltensweisen von Parteimitgliedern sollten weitestgehend übereinstimmen. Für einen Unternehmer mit Parteibuch der SPD muss auskömmlicher Lohn für die Angestellten Pflicht sein. Einen Betrieb nur durch Dumpinglöhne profitabel zu führen ist sehr fragwürdig. Damit wird auch die Existenz von seriös geführten Firmen bedroht und werden Arbeitsplätze gefährdet. So Gewinne für sich auf Kosten unterbezahlter Mitarbeiter zu erzielen, hat nichts mit den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft zu tun und darf nicht toleriert werden.

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  7. Thomas Müller 19. Mai 2014 at 08:51

    Schlimmer gehts immer bei den Genossen! Ob es nun die Mehrwertsteuerlüge 2005 oder die Arbeitsplatzlüge jetzt. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Jungs noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei haben…

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  8. reiner petersen 19. Mai 2014 at 18:18

    „Sehr geehrter von Mallottki,
    das Schicksal von 80, auf die Straße entlassenen Menschen und deren Familien als Einzelmeinung zu verunglimpfen, ist an Zynismus nicht zu überbieten.“

    Und die gesamte Jugend Greifswalds jährlich vors Aus zu stellen, indem man keine Gelder bereitstellen will ist besser? Und wenn das Geld für Jugendarbeit dann doch gegeben wird, versuchen Sie noch hintenrum die Glaubhaftigkeit von Ausschussmitgliedern anzuzweifeln? Ehrliche Frage meinerseits ist, wer hier am unsozialsten ist. CDU ist auf jeden Fall ganz vorne mit dabei. Dies merkt man schon daran, dass man solche Meldungen hier ausschlachten muss.

    CDU macht halt keine Politik für Menschen, sondern für die Wirtschaft.

    (Ist zwar nicht ganz am Thema, aber das Gespräch über die nicht gegebene Glaubwürdigkeit aufgrund von Familienverhältnissen lässt ja auch tief blicken 🙂 )

    Grüße

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  9. Diese absolute Scheinheiligkeit und Wessi-Mentalität der SPD kotzt mich an. Gestern konnte ich mal wieder live vorm dem Max-Planck erleben, wie Sellering und seine scheinheiligen Genossen die anwesenden Studierenden verarscht haben!

    SPD? Geht gar nicht.
    Arroganz und abgehoben (siehe Kommentare von diesen Mallotki)

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  10. Was mir erst jetzt durch den Kopf geht: Wie schäbig ist es eigentlich, mit der Überschrift „Ob ROT oder braun…“ die SPD in die Nähe der NPD zu rücken.

    Und erzählt mir nicht, dass ihr darüber nicht nachgedacht habt.

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  11. Pingback: Zotensammlung zur Greifswalder Kommunalwahl 2014

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