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Lenkt Minister Brodkorb bei der Theater-Reform endlich ein?

Redaktion 20. Oktober 2014

Der OZ vom 17.10.2014 und den anderen Medien war zu entnehmen, dass sich der für die Kultur in Mecklenburg-Vorpommern zuständige Minister Brodkorb im Landtag für Kooperationen zwischen den Theatern im Land ausgesprochen habe, wie diese auch im Nachbarland Schleswig-Holstein funktionieren würden. Das ist sehr aus Sicht der CDU-Fraktion in der Greifswalder Bürgerschaft erfreulich.

Bisher verlangt nämlich der Minister, dass sich die Theater im Osten des Bundeslandes, die Theater Vorpommern GmbH (mit Spielstätten in Greifswald, Stralsund, und Putbus/ Rügen) und die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz GmbH zu einer Theater-Gesellschaft für das gesamte östliche Bundesland fusionieren. „Dafür ist bereits sehr viel Geld für ein weitgehend untaugliches Gutachten der Münchener METRUM GmbH ausgegeben worden“ sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion in Greifswald und langjährige Aufsichtsratsvorsitzende der Theater Vorpommern GmbH, Dr. Rainer Steffens. Der Abbau von über 100 Mitarbeitern und Reisewege von bis zu fast 160 km zwischen den Spielstätten sollen bei einer Umsetzung des Konzepts des Ministeriums in Kauf genommen werden.

Kooperationen zwischen den Theatern im Lande sind sehr zu begrüßen. Dadurch könnte ein personeller Kahlschlag – wie bisher von Minister Brodkorb favorisiert – abgewendet werden. Durch solche Kooperationen aller Bühnen  im Bundesland (also auch Rostock und Schwerin)wird dem steuerzahlenden Bürger auch erspart, dass dasselbe Stück in derselben Spielzeit parallel in verschiedenen Spielstätten in Mecklenburg-Vorpommern aufgeführt wird, was oft genug passiert ist. „Ein klares Bekenntnis von Minister Brodkorb, dass Kooperationen – wie von ihm in Schleswig-Holstein beispielhaft ausgemacht – zwischen den Bühnen des Landes als Alternative zu den nicht gewünschten Fusionen anerkannt werden, reicht aus, dass die Kommunen ihre Intendanten anweisen, diese sinnvolle Vorgabe umzusetzen. In der Richtung ist viel Bewegungsspielraum und wird mit Sicherheit von den Mitarbeitern der betroffenen Theatern dem Vorschlag des Kahlschlags des Ministers vorgezogen“  sagt Steffens abschließend.

 

Author: Dr. Rainer Steffens

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