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Grüne verstricken sich in Grabenkämpfe

Franz Küntzel 26. Februar 2014

Ulrich Rose spaltet die Bündnisgrünen in Vorpommern-Greifswald in zwei Lager

Was bereits schon im letzten Jahr anfingt, scheint nun seinen Höhepunkt erreicht zu haben: die Grünen in Vorpommern-Greifswald haben sich komplett zerstritten. Die verhärteten Fronten verlaufen vom Kreistag bis in den Kreisverband. Grund dafür: Misswirtschaft vom ehemaligen Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Rose.

Bereits im Dezember löste sich die Fraktion im Kreistag Vorpommern-Greifswald auf. Hinter vorgehaltener Hand wird berichtet, dass das Kreistagsmitglied Waldemar Okon nicht länger mit dem Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Rose zusammen arbeiten wollte und deswegen die Fraktion verließ. Interessant dabei: Dadurch machte Okon Rose arbeitslos, da durch seinen Abgang die Grünen keine Fraktionsstärke mehr im Kreistag besitzen.

Rose: „Klein-kriminellen, Asozialen oder geistig Minderbemittelte“

Während andere Mitglieder der Bündnisgrünen regelmäßig durch Sachverstand in verschiedenen Bereichen auffielen, nahm die Öffentlichkeit den gescheiterten Bürgermeisterkandidaten Ulrich Rose eher durch Verbalausfälle wahr.

So bezeichnete der aus dem Ruhrgebiet stammende Rose die Greifswalder Autofahrer auf dem hauseigenen blog der Grünen als „seit langer Zeit gegen die Klein-kriminellen, Asozialen oder geistig Minderbemittelte“.

 Eklat bei Vorstandswahlen. Eindeutiges Votum für Rauswurf von Rose aus der Partei

Nun folgte auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen im Januar der nächste Eklat. Rose droht auf Betreiben von Stefan Fassbinder der Parteirauswurf. Auf der Mitgliederversammlung sprach sich eine Mehrheit der anwesenden Mitglieder dafür aus, dass Ulrich Rose nun die Partei unter Zwang verlassen muss. Obwohl sein alter Weggefährte Gregor Kochan noch eilig versuchte einige Neumitglieder eintreten zu lassen, muss Rose nun mit einem Parteirauswurf rechnen.

Der Greifswalder CDU- Stadtverbandsvorsitzende Axel Hochschild äußerte sich wie folgt dazu:

„Ich fordere die Grünen auf, endlich für Transparenz bei ihren Finanz-Mauscheleien zu sorgen und Ihre Fraktionsfinanzen dem Bundestagspräsidenten zur sachlichen Prüfung vorzulegen. Eine Partei, die immer Offenheit und Transparenz bei allen anderen einfordert, sollte in eigener Sache nicht so zögerlich sein und endlich mit gutem Beispiel voran gehen. Oder soll hier möglicherweise noch mehr vertuscht werden? Gibt es neben den Mauscheleien bei den Mietzahlungen an „Parteifreund“ Dr.Rose und den nichtgezahlten Sozialbeiträgen, noch mehr Unregelmäßigkeiten? Es ist doch wohl von den Grünen hoffentlich nicht beabsichtigt, sich mit der Auflösung ihrer Fraktion aus der Verantwortung für ihren unsachgemäßen Umgang mit Steuergeldern zu stehlen?“

Fotocollage: Pommernblog

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