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Greifswalder Gesundheitsstudie will Pommern in Brasilien untersuchen

Franz Küntzel 18. Januar 2013

Wie heute die Pressestelle der Greifswalder Universität meldet, wird die „Study of Health in Pomerania“, kurz SHIP, zukünftig auch in Brasilien starten und die dortigen Bewohner, zum Teil mit deutscher Herkunft, untersuchen.

Im 19. Jahrhundert verließen viele Pommern ihre geliebte Heimat, um ihren Traum von einer besseren Zukunft zu verwirklichen. So gelangten ungefähr 26.000 Pommern nach Brasilien und schufen sich dort ein neues Zuhause, beispielsweise in Pomerode.

Nun wollen brasilianische Forscher der Universität Blumenau die vorpommersche Gesundheitsstudie auch in der Region Blumenau/Pomerode durchführen. Geplant sei 3000 Einwohner der Stadt Pomerode im Alter von 20- 79 zu untersuchen. Die Schätzungen der Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwas die Hälfte der eingeladenen Personen deutscher Abstammung sei.

Gesundheitsstudie in Vorpommern einmalig auf der Welt 

Die SHIP-Studie  verfolgt das wesentliche Ziel, Gesundheit in ihrer Komplexizität zu untersuchen. Darüber hinaus werden umfangreiche Daten zur familiären und beruflichen Umwelt, zu sozialen Beziehungen und chronischen Erkrankungen, zur Ernährung und zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen erhoben. Die Anwendung standardisierter Verfahren erlaubt den Vergleich der erhobenen Befunde mit anderen Studien und erlaubt somit Rückschlüsse auf regionale Besonderheiten.

Neben der Untersuchung von Herz-Kreislauferkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Lungenerkrankungen, Sucht und Risikoverhalten werden auch Daten familiären und beruflichen Umwelt, zu sozialen Beziehungen und chronischen Erkrankungen, zur Ernährung und zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen erhoben.

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