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Geschäftsführerin des Greifswalder Studentenwerks verliert Ziele aus den Augen

Christian Weller 13. Januar 2014

Wo steuert das Greifswalder Studentenwerk hin?

Sanierungsstau, Preiserhöhungen, rote Zahlen: Die Handschrift der Geschäftsführerin des Greifswalder Studentenwerk wird immer deutlicher. In den letzten Jahren gab es mehrere Beitragserhöhungen, nun berichtete die Ostsee-Zeitung in ihrer Samstagsausgabe dass das Studentenwerk die Essenspreise drastisch erhöht haben soll. Die Geschäftsführung des Studentenwerks zeigt erneut mal wieder ein Lehrstück für schlechte Kommunikation. Anstatt die Betroffenen ausreichend zu informieren, wird über die Köpfe der Studierenden hinweg entschieden.

Erneut hofft die Geschäftsführerin mit ihrem Verwaltungsratsvorsitzenden Erik von Malottki (SPD) darauf, dass wieder einmal die Landesregierung in die Presche springt und die Zeche für Fehler der beiden ausbadet. Fraglich bleibt, ob Wolf-Körnert, welche sich in der Vergangenheit den einen oder anderen Fauxpas erlaubte, die richtige Personalentscheidung für das Studentenwerk war.

Teure Prestigeprojekte statt nachhaltigem Wirtschaften

Während die Studentenwohnheime in der Makarenkostrasse oder im Ernst-Thälmann-Ring noch den ursprünglichen Charme von sozialistischer Plattenbauromantik versprühen, plant das Studentenwerk direkt in der Innenstadt, fußläufig vom historischen Marktplatz, ein neues und teures Prestigeobjekt: Ein Wohnheim. Warum nicht erst die vorhandenen Wohnheime saniert wurden, verrät die Geschäftsführung nicht.

Worüber sich Angehörige des Studentenwerks in Stralsund und Neubrandenburg seit über ein Jahr wunderten, führt nun auch die Ostsee-Zeitung aus: das Studentenwerk schreibt mit der neuen Mensa rote Zahlen. War dieser teure Prunkbau wömöglich wieder eine Fehlplanung?

Misswirtschaft unter Genossen?

Ein pikantes Detail verbreitet sich immer mehr in Greifswald. So sollen der Verwaltungsratsvorsitzende Erik von Malottki und die Geschäftsführer seit kurzem das gleiche Parteibuch haben. Alles nur Zufall? Wir werden die Sache mal genauer beobachten…

Foto: Johannes Köpcke auf webmoritz.de

Comments (3)

  1. Erik von Malottki 13. Januar 2014 at 14:56

    Hier war wohl jemand mal wieder nicht so ganz nüchtern. Finde es schon sehr bedenkenswert, wenn sich hier so ein „Artikel“ neben anderen Autoren wie dem stellvertrenden Bürgermeister findet. Von daher muss man wohl davon ausgehen, das der Artikel die Meinung der CDU Greifswald wiederspiegelt. Sehr, sehr, schade. Ist das vielleicht die Retourkutsche für die Ablehnung des JU Vorsitzenden durch den Verwaltungsrat und das ein oder andere Immobiliengeschäft bei dem das Studentenwerk lokalen CDU Größen in die Quere gekommen ist? Oder ist das die Rache dafür das ich in der Ostseezeitung die Forderung jugendlichen Sprayern die Hände abzuhacken kritisiert habe? Auf jedenfall strotzt der Beitrag nur vor Unsinn.

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  2. Sehr geehrter von Malottki,

    ihre Annahmen, sind wie sehr häufig, mal wiederfalsch. Ich bin gespannt, wann Sie auch mal mit Argumenten kommen, statt nur mit reiner Polemik. Oder liegt es etwa daran, dass auch Sie als Verwaltungsratsvorsitzende eine Mitschuld für die schlechte Geschäftsführung tragen?
    Ich finde es sehr seltsam, dass manche Dinge nur in Greifswald nicht funktionieren, an allen anderen Universitäten aber schon.Was ich in meinem Artikel vergessen habe zu erwähnen, Sie haben es geschafft, bei einer mäßigen Essens-Qualität alle Greifswalder Gastronomen im Preis des Mittagstisches deutlich zu übertreffen. Das ist eine wahre Glanzleistung und wird Sie sicherlich mit entsprechenden Besucherzahlen widerspiegeln.
    Aber wahrscheinlich zahlen Sie den Angestellten einen mindestlohn von 15€ und haben deshalb so hohe Kosten.

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  3. Erik von Malottki 14. Januar 2014 at 15:33

    Herr Weller,

    sie wünschen sich eine argumentative Auseinandersetzung mit Ihrem Beitrag. Ich finde, nur wer ein Mindestmaß an seriöser Recherche und Sachlichkeit in seiner Kritik einhält kann eine ernsthafte Auseinandersetzung erwarten. Ich bin mir sicher das die meisten ihrer Parteimitglieder auch diesen Maßstab ansetzen, wenn sie auf Kritik antworten.

    Leider lässt ihr Beitrag dieses Mindestmaß vermissen, sonst hätten Sie festgestellt das es der Verwaltungsrat, mit mir als Vorsitzendem, war, der auf seiner Sitzung am 09.Januar eine Rücknahme der Preiserhöhung für einen Teil der Essen und eine Überprüfung der restlichen Preiserhöhungen durch den neugeschaffenen Mensaauschuss beschloßen hat.

    Womit Sie aber Recht haben ist, dass das Greifswalder Studentenwerk den Tariflohn des öffentlichen Dienstes zahlt. Wie ich finde zu Recht, denn wir haben eine Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Ich würde eher zurücktreten als unseren Mitarbeitern Dumpinglöhne aufzudrücken.

    Also wenn Sie das nächste Mal Dreck werfen, dann denken Sie vorher wenigstens nach oder nehmen sich ein paar Minuten Zeit zur Recherche.

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