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Gaskraftwerk kontra Ökosozialismus

Christian Kruse 8. Januar 2013

Um Investoren für Gaskraftwerke in Lubmin zu finden, müsste erst mal das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformiert werden. Was einst als Anschubfinanzierung regenerativer Energien gedacht war, ist längst zur Dauersubvention mutiert und hat einen Lobbyismus entwickelt der anderen großen Lobbygruppen in nichts mehr nachsteht (Aufschrei bei Solarkürzungen).
Wohin die derzeitige Energiepolitik führt, zeigt doch die von der Linken-Politikerin (M.Schwenke) geäußerte Meinung das der Staat Investor von Gaskraftwerken sein soll. Auch wenn sie provokativ gemeint ist, zeigt sie doch das ganze Dilemma. Gasprom oder andere Investoren bauen aber keine konventionellen Kraftwerke unter ökosozialistischen Bedingungen. Solange der Staat den regenerativen Energien die Gewinne per Gesetz garantiert und konventionelle Kraftwerke nur Lückenbüßer bei Flaute und im Dunkeln sein sollen, wird der Ruf nach Investoren wohl verhallen. Das EEG entbehrt jeder marktwirtschaftlichen Grundlage, verhindert Wettbewerbsfähigkeit und dient in erster Linie satter Renditen auf Kosten der Verbraucher. Konsequent wäre also die erneuerbare Energieerzeugung marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu unterziehen, um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Ausnahmen hier, Befreiungen da, unsinnige Boni und andere Lobbyerfolge zu Lasten der Allgemeinheit, kann der richtige Weg nicht sein. Soziale Marktwirtschaft sieht anders aus.

Comments (5)

  1. Das EEG entbehrt jeder marktwirtschaftlichen Grundlage, verhindert Wettbewerbsfähigkeit und dient in erster Linie satter Renditen auf Kosten der Verbraucher. Konsequent wäre also die erneuerbare Energieerzeugung marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu unterziehen, um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Ausnahmen hier, Befreiungen da, unsinnige Boni und andere Lobbyerfolge zu Lasten der Allgemeinheit, kann der richtige Weg nicht sein.

    Gut gebrüllt, aber wer sind denn die eingentlichen Profiteure des EEG, an die die satten Renditen auf Verbraucherkosten fließen? Und was soll der Welt mit diesem Text eigentlich gesagt werden, außer der markigen Parole „Gaskraftwerk kontra Ökosozialismus“, mit der sie sich auf einzigartige Weise und bewaffnet mit einem Holzhammer gegen Linke und Grüne zugleich positionieren?

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    • Die Profiteure sind dank staatlicher Absatzgarantien, zum einen die Windkraft-,Solarstrom-,und Biogasunternehmen,sowie die großen Stromversorger und Industriekonzerne die sich gern der Fördertöpfe bedienen und ins Milliardengeschäft mit Windparks,Sonnenenergie oder Biokraftstoffen einsteigen.Zunehmend fördern heimische Stromverbraucher und Steuerzahler Arbeitsplätze in China,weil von dort die meisten Solarzellen kommen,die auf deutschen Dächern montiert werden.So bezahlen vor allem die Mieter in den Städten die Solardächer der Hausbesitzer und die Solarparks der Industrie.
      Jede Erweiterung dieser Energieerzeugung,macht nur dann Sinn, wenn es ausreichend Speichermöglichkeiten gibt,die es ermöglicht auch bei Flaute und Finsternis ausreichend Strom zur Verfügung zu haben.Solange die derzeitige Praxis so profitabel ist,wird man darauf wohl noch einige Zeit warten müssen.
      Was ihre Wahrnehmung in Bezug auf die Positionierung gegen Linke und Grüne angeht,stelle ich mich als Demokrat gern Diskussionen die nicht ihrer ideologischen Einstellung entsprechen mögen.

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  2. Hallo Christian Kruse,

    ich finde es immer putzig, wenn Menschen auf einem Themengebiet Kompetenz nachweisen wollen und ihnen dann kleine aber vielsagende Fehler unterlaufen. Mein Tipp: Gazprom statt Gasprom.

    Wo wir beim Thema Subventionen sind: Der größte Teil des EU-Haushalts ist meines Wissens nach für Subventionen in der Landwirtschaft versetzt. Steht dir CDU dort auch für einen Subventionsabbau?

    Viele Grüße
    FBM

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    • Hallo FBM,hier FBI,

      Herzlichen Dank für den Hinweis auf einen gemachten Fehler.Wenn Sie der Meinung sind, dass damit die Kompetenz auf einem Themenfeld nachgewiesen ist,so werden Sie mit dieser Einschätzung glücklich.
      Vor dem Absenden Ihrer Antworten sollten Sie dann aber vorher kompetenterweise mal Korrekturlesen,denn nicht dir CDU, sondern die CDU steht natürlich auch dort für einen Subventionsabbau.

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