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Früher (in der DDR) war nichts besser!

Christian Weller 28. Januar 2013

Ich habe den Sonntag genutzt um mir die Sonderausstellung „Heimatkunde – Greifswald in den 1980er Jahren- Fotografien von Robert Conrad“ angeschaut. Auf zwei Ebenen sieht man zahlreiche schwarz-weiß Photographien von Greifswald. Auf allen Bildern wird schnell ersichtlich, wie heruntergekommen und verwahrlost die Architektur der Stadt Greifswald in den 1980er Jahren war. Wer heute sagt, früher war alles besser, der hat anscheinend vergessen, wie es früher hier aussah. Wer heute der Auffassung ist, es habe sich nichts getan und es gäbe keine blühenden Landschaften im Osten Deutschlands, der sollte die Chance nutzen sich bis zum 31.01.2013 die Ausstellung anzuschauen, damit er dann selbst feststellen kann, wie Greifswald seit der Wende aufgeblüht ist.

 

 

 

Comments (4)

  1. Oder einfach mal rüber nach Stralsund fahren und durch die Innenstadt flanieren. Wenn man dabei keine Augenbinde trägt, erkennt man vielleicht das Pozenzial, das auch die nördliche Altstadt Greifswalds gehabt hätte und den architektonischen Niedergang, den die lieblosen Stahl-Glas-Beton-Neubauten hierorts bedeuteten.

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    • Wenn die Sache nur so einfach zu erklären wäre.Es gibt nämlich zwischen Greifswald und Stralsund einen entscheidenden Unterschied.Greifswald ist zu Beginn der 80ger Jahre von der führenden SED-Staatsmacht als eine von 3 DDR-Städten(Bernau und Gotha)zum Flächenabriß freigegeben worden,um als Prototyp neuer sozialistischer Innenstadtarchitektur herzuhalten.Dieser Versuch ist durch die Wende zum Glück nur teilweise vorangeschritten,dennoch leider viel zu weit.Was an historischer Altbausubstanz weg ist ,lässt sich kaum mehr ersetzen.Stralsund blieb dieses Schicksal erspart und konnte auf seine wenn auch verfallene historische Bausubstanz aufbauen.Heutige Architektur ist wie alles Ansichtssache.Historisches und neues in Einklang zu bringen wird immer eine Herausforderung aller Beteiligten sein.

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  2. Was ist der Begriff „Aufblühen“ zu verstehen? Nicht alles wurde aus eigener Kraft aus sich selbst heraus geschaffen und taugt daher meist nicht als Identifikationspunkt für die hiesige Bevölkerung. Von langen, sich selbst verstärkenden Wertschöpfungsketten ist die Stadt im Vergleich zu Dresden oder Leipzig noch sehr weit entfernt. Insofern kann in Bezug auf die Altstadt sicher von Bestandswahrung des vormals Bestehenden gesprochen werden, substanziell Neues findet sich mit Ausnahme einer Hand voll Privathäuser eher weniger.

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