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CDU: Polizeipräsenz in der Grenzregion muss verstärkt werden

Franz Küntzel 12. November 2014

Auf der letzten Sitzung des Kreistages am 11. November machten die Christdemokraten erneut Druck. Nachdem in den vergangenen Monaten und Jahren die Verbrechensdelikte in der Grenzregion zu Polen immer wieder stiegen, will man dass die Polizei im Landkreis so mit Personal und Sachmitteln ausgerüstet wird, dass die überdurchschnittlich hohe Eigentumskriminalität, insbesondere im grenznahen Raum effektiv abgewehrt beziehungsweise aufgeklärt werden kann.


Darüber hinaus fordert die CDU, dass das Land ein Konzept vorlegen soll, das aufzeigt mit welchen Maßnahmen die Polizei den besonderen Anforderungen der Kriminalitätsbekämpfung in den grenznahen Regionen gerecht werden kann, um die Sicherheit der Bürger auf einem zumutbaren Niveau zu gewährleisten. Die Landrätin wurde gebeten diese Forderungen der Landesregierung zu übermitteln.

In Anbetracht der geplanten weiteren Umsetzung des Personalkonzeptes der Landesregierung im Bereich der Polizei ist es geboten, nachdrücklich eine ausreichende Personalausstattung im Landkreis Vorpommern-Greifswald einzufordern.

Beate Schlupp, welche den Antrag initiierte, führt aus : „Trotz der Bemühungen des Landes die Grenzkriminalität einzudämmen, leiden unter anderem die Landwirte in unserem Landkreis immer wieder unter dem Diebstahl von Maschinen, Geräten und Betriebsstoffen. Es gibt zahlreiche Projekte, die das Problem lösen sollen. Die wiederholte Verweisung der Landesregierung darauf, dass die Betroffenen ihre Liegenschaften besser zu sichern haben, ist absolut nicht zielführend. Die privaten Sicherungsmaßnahmen haben in den betroffenen Bereichen bereits ein Niveau erreicht, dass deutlich über die im Landesdurchschnitt üblichen Sicherungsmaßnahmen hinausgeht. Es muss alleinige Aufgabe des Staates bleiben die Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Besonders gefährdete Bereiche bedürfen deshalb auch der besonderen Aufmerksamkeit und Bemühungen des Staates.“

„Mit seinem Beschluss die Landespolizei im Landkreis zu stärken, hat der Kreistag Vorpommern-Greifswald ein deutliches Signal gesetzt.“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher.

Die GdP kritisiert schon seit Jahren den Rückzug der Polizei aus der Fläche. Der personelle Aderlass von über 1.000 Beschäftigten bedeutet weniger Streifen und längere Wartezeiten auf die Polizei. Dies ist leider traurige Realität im gesamten Land und nicht nur in Vorpommern-Greifswald.



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