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180.000€ für ein paar Sekunden Zeitgewinn? Nein Danke!

Thomas Mundt 11. Dezember 2012

Das Lieblingsthema unserer Stadtverwaltung findet heute wieder in der lokalen Presse breiten Anklang. Die Diagonalquerung. Nun steht für die Verwaltung fest, der Umbau wäre technisch möglich und bringt keine Nachteile für die anderen Verkehrsteilnehmer. Aber ist das der Maßstab mit dem wir messen müssen? 180.000 € für ein Projekt das keine Nachteile bringt.

Wie groß ist denn der Nutzen? Die Kreuzung ist, wie allen bekannt ist, kein Unfallschwerpunkt und auch die Ampelanlage ist zwar nicht die neuste, aber sie ist funktionstüchtig. Ist also der Zeitgewinn 180.000€ wert?

Wir haben eine Baubestandsbeschreibung die auflistet, wie groß der Sanierungsstau an unseren Gebäuden ist und wir haben einen Haushaltsentwurf der deutlich macht, dass die Zeiten in denen man „Wünsche“ finanzieren kann, spätestens jetzt vorbei sind. Die Möglichkeiten noch wirkliche Debatten darüber zu führen, was umsetzbar ist und was nicht, sind durch die veränderte Haushaltssituation vorbei.

Am Ende stellt sich daher die Frage: 180.000€ für die Sanierung von Radwegen, Schulen und Kitas oder für ein paar Sekunden Zeitgewinn beim Queren der Kreuzung?

Ich brauche da nicht zu überlegen, das Geld wird in anderen Projekten dringender gebraucht!

Comments (29)

  1. Die Diagonalquerung ist jetzt schon ein Dauerthema.
    Die Befürworter dieser Querung wollen einfach nicht verstehen, dass es in Greifswald wichtigere Sanierungsaufgaben gibt.
    Ich denke da nur an die vielen Radwege oder an den Sanierungsstau an kommunalen Gebäuden.
    Laßt uns dieses Lieblingsthema der „Grünen“ endlich beerdigen.

    Antworten
    • Alexander Krüger 15. Dezember 2012 at 21:56

      Sehr geehrter Herr Liskow,

      dass es einen enormen Sanierungsstau in unserer Stadt gibt, ist ja nicht erst seit heute bzw. gestern bekannt.
      Das Verständnis für die wichtigen Sanierungsaufgaben, ist den Befürwortern der Querung wohl bewusst. Ansonsten hätten diese, wohl kaum der Beschlussvorlage 5/948 ( zeitweiliger Ausschuss Investition- und Sanierungsvorhaben) ihre Stimme gegeben. Alle die dieses nicht taten, müssen sich die Frage gefallen lassen, Sind Ihnen die Sanierungsaufgaben in Gänze bewusst? Was wollen Sie gegen die Probleme unternehmen? Wie wollen Sie es anpacken? Etwa wie bisher?

      Leider geht es bei der Diagonalquerungsdiskussion bei einigen Personen nicht um Sachargumente, sondern nur um Emotionen und Befindlichkeiten. Dieses finde ich sehr schade, weil hier ein positives Projekt politisch zerredet wird.

      Antworten
      • Sehr geehrter Herr Krüger,
        es waren auch Ihre Leute, die für die Rückholung der Schulen vom Landkreis gestimmt haben und damit unser Greifswalder Stadtsäckel um
        ca. 20 Mio.€ (!) Vermögensausgleich erleichtert haben…..Ich wusste gar nicht, daß neuerdings „zeitweilige Ausschüsse“ Sanierungsstaus an städtischen Gebäuden beheben können, m.E. braucht man dafür Geld und
        20 Mio € wären jedenfalls für den Anfang nicht schlecht gewesen. Das aber, haben Ihre Freunde erfolgreich verhindert und rufen jetzt nach einem
        neuen Sitzungsgeld verschlingenden, zeitweiligen Ausschuss, obwohl wir in der Bürgerschaft über einen funktionierenden Bauausschuss und auch einen Finanzausschuss verfügen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
        MfG Axel Hochschild

        Antworten
        • Alexander Krüger 17. Dezember 2012 at 17:34

          Sehr geehrter Herr Hochschild,

          @ „Ich wusste gar nicht, daß neuerdings “zeitweilige Ausschüsse” Sanierungsstaus an städtischen Gebäuden beheben können.“

          Das können diese Ausschüsse auch nicht, aber sie sind in der Lage, die Prioritäten nach sachlicher Betrachtung und Dringlichkeit zur Entscheidungsfindung vorzubereiten. Das ist das Ziel eines solchen Ausschusses und dafür wurde er ins Leben gerufen.
          Ich spreche weder dem Bauausschuss noch dem Finanzausschuss diese Fähigkeit/ Kompetenz ab. Ich glaube jedoch, dass beide Ausschüsse allein mit den Routineaufgaben in 2013 eine gute Auslastung erfahren werden. Die Tagesordnungen beider Ausschüsse waren in der Vergangenheit sehr umfangreich. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dieses in der Zukunft ändern wird. Somit bliebe für beide Ausschüsse wenig Spielraum die Aufgaben, des zeitweiligen Ausschusses, zu integrieren. Was zu Folge hätte, dass die beiden Ausschüsse über Sondersitzungen die Arbeit bewältigen müssten und dadurch ebenfalls Kosten anfallen würden. Ausserdem heisst zeitweiliger Ausschuss ja nicht, dass der Finanz- und Bauausschuss damit aus ihrer Pflicht genommen werden.

          @ „ca. 20 Mio.€ (!) Vermögensausgleich erleichtert haben….“

          Wir wissen beide, dass der Kreis V-G sich in einer enormen finanziellen Schieflage befindet. Es ist aus meiner Sicht fraglich, ob der Kreis jemals die Mittel hätte aufbringen können, um die angestrebte Summe zu zahlen. Selbst, wenn er es irgendwie getan hätte, wie wäre denn die Refinanzierung abgelaufen. ( Kreisumlageerhöhung?)
          Von einem Erleichtern kann auch nicht die Rede sein, denn man kann nicht um eine Sache erleichtert werden, welche man nicht besitzt.
          Lassen Sie uns nicht über hätte, wenn und aber diskutieren.
          Wir müssen schauen, wie wir unter Berücksichtigung der finanziellen Gegebenheiten, das Beste aus der jetztigen Situation machen können.

          Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2013.

          MfG
          Alexander Krüger

          Antworten
          • Sehr geehrter Herr Krüger,
            vielen Dank für die netten Weihnachtsgrüße.
            Auch ich wünsche Ihnen eine friedvolle Adventszeit, ein gesegnetes besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.
            Mit freundlichen Grüßen
            Axel Hochschild

  2. Stefan Fassbinder 12. Dezember 2012 at 22:40

    Es war Franz Robert Liskow (CDU) der in der Bürgerschaftssitzung am Montag den Schluss zog, dass die Diagonalquerung die richtige Lösung für die Europakreuzung ist. Von den Mitgliedern der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN hat niemand von der Diagonalquerung gesprochen.

    Antworten
    • Franz-Robert Liskow 14. Dezember 2012 at 14:40

      Lieber Herr Dr. Fassbinder,
      wir haben anscheinend nicht an der selben Bürgerschaftssitzung teilgenommen, denn ich habe während der Sitzung lediglich ihre Behauptung korrigiert, dass eine Umplanung des Platzes der Freiheit nicht zwingend die Diagonalquerung nach sich zöge.

      Die Wahrheit ist doch vielmehr, dass die Verwaltung bei Verabschiedung ihrer Vorlage gezwungen gewesen wäre die Diagonalquerrung in die Planung zu integrieren, da sie Teil des Radverkehsplans ist. Sie haben also vielmehr versucht über die Hintertür erste Pflöcke auf dem Weg zur Diagonalquerrung einzuschlagen.

      Ich würde mich freuen wenn Sie mich in Zukunft korrekt wiedergeben würden. Denn ich halte nach wie vor nichts von dieser Idee und habe das am Montag auch durch mein Abstimmungsverhalten deutlich gemacht.

      Antworten
      • Stefan Fassbinder 16. Dezember 2012 at 00:30

        Lieber Herr Liskow,
        dann sind wir uns also in diesem Punkt einig: Wenn wir die Europakreuzung anfassen, um sie verkehrstechnisch zu verbessern, dann wird dabei die Diagonalquerung herauskommen? Wir sind uns nur noch nicht einig, ob wir dies jetzt oder irgendwann machen?

        Antworten
        • Franz-Robert Liskow 18. Dezember 2012 at 12:20

          Herr Dr. Fassbinder,

          drehen Sie mir bitte nicht meine Worte im Mund um.
          Ich war, bin und bleibe ein Gegner der Diagonalquerung und werde dies auch in Zukunft durch mein Abstimmungsverhalten deutlich machen. Ich bin auch nach wie vor dafür, den Radverkehrsplan in diesen Punkt zu ändern, damit wir uns mit der Querung in Zukunft nicht mehr beschäftigen müssen und diese aus dem Plan verschwindet.

          Wenn wir uns in einem Punkt einig sein können, dann in dem, dass die Fraktion der Bündnis 90/Die Grünen versucht hat, die Diagonalquerung über die Hintertür zu beschliessen.

          Mit besten Grüßen

          Franz-Robert Liskow

          Antworten
    • Sehr geehrter Herr Dr.Fassbinder,
      Lügen haben bekanntlich kurze Beine und es macht mich doch recht sprachlos, mit welcher Leichtigkeit Sie diese Unwahrheit verbreiten, F.-R. Liskow wäre für die Fahrraddiagonalquerung. Zufällig war ich auch Teilnehmer dieser, von Ihnen zitierten
      Sitzung und ich kann Sie nur bitten, sich für Ihre Lüge bei Herrn F.-R.Liskow zu entschuldigen.
      Trotz einer natürlichen unterschiedlichen Bewertung politischer Themen zwischen uns,
      habe ich Sie doch bis Heute für einen relativ seriös arbeitenden Kommunalpolitiker gehalten. Ich bin erstaunt, wie schnell Sie sich auf das Niveau eines ehemaligen Verkäufers alter Bücher, herunter ziehen lassen.
      MfG Axel Hochschild

      Antworten
      • Stefan Fassbinder 16. Dezember 2012 at 22:34

        Sehr geehrter Herr Hochschild,
        ich hoffe ich habe es falsch verstanden, wenn Sie mir in Ihrem Kommentar Lüge unterstellen. Diesen Vorwurf lasse ich ungern auf mir sitzen und werde mich mit allen Mitteln dagegen wehren.
        Herr Franz-Robert Liskow hat in der Bürgerschaftssitzung gesagt, dass es klar sei, dass die Diagonalquerung herauskäme, wenn man die Europakreuzung verkehrstechnisch überplane. Mehr habe ich ihm nicht unterstellt. Wenn Sie bestreiten, dass er das gesagt hat, dann könne wir uns gerne gemeinsam die Protokollaufzeichnung ansehen. Zudem hat er selber in obigem Kommentar geschrieben, dass nach seiner Meinung die Überplanung der Kreuzung die Diagonalquerung „zwingend nach sich zöge“.
        Ich möchte Sie also bitten davon Abstand zu nehmen, mich der Lüge zu bezichtigen.

        Antworten
        • Sehr geehrter Herr Dr.Fassbinder,
          Sie haben auf diesem Blog am 12.12. folgendes geschrieben:
          Zitat: „Es war Franz-Robert Liskow (CDU) der in der Bürgerschaftssitzung am Montag den Schluss zog, dass die Diagonalquerung die richtige Lösung für die Europakreuzung ist.“
          Da F.-Robert Liskow dieses, auf o.g.Sitzung weder gesagt noch mit seinem Abstimmungsverhalten kund getan hat, ist Ihre Aussage schlichtweg falsch. Ich weiß zwar nicht wo Ihre Kinderstube gestanden hat, in meiner jedenfalls nannte man das eine Lüge.
          Mit freundlichen Grüßen Axel Hochschild

          Antworten
          • Stefan Fassbinder 17. Dezember 2012 at 22:27

            Sehr geehrter Herr Hochschild,
            da Sie mich weiter öffentlich der Lüge bezichtigen, möchte ich Sie bitten mit mir einen Termin zu vereinbaren, damit wir uns gemeinsam die Aufzeichnungen der Bürgerschaftssitzung anhören.Ich bleibe dabei, dass Herr Franz-Robert Liskow in der Sitzung gesagt hat, dass bei einer Überplanung der Europakreuzung zwingend die Diagonalquerung herauskommt. Das kann für mich nur heißen, dass die Diagonalquerung die richtige Maßnahme an dieser Stelle ist. Ansonsten würden die Fachleute doch nicht „zwingend“ zu dieser Lösung kommen. Wir können aber gerne noch einmal überprüfen, ob Herr Liskow dies wirklich so gesagt hat. Sollte mich meine Erinnerung nicht trügen, dann bestehe ich auf eine Entschuldigung Ihrerseits an dieser Stelle.
            Im Übrigen stand die Diagonalquerung gar nicht zur Abstimmung, deswegen weiß ich auch nicht, wie Herr Liskow durch sein Abstimmungsverhalten seine Ablehnung hätte kund tun können.

        • Franz-Robert Liskow 18. Dezember 2012 at 12:30

          Sehr geehrter Herr Dr. Fassbinder,

          wie Herr Hochschild in einem vorherigen Beitrag richtig feststellte haben Sie mir unterstellt, dass ich gesagt haben soll „Die Diagonalquerung ist die einzig richtige Lösung für die Europakreuzung“. Das ist schlichtweg falsch und das wissen Sie auch.

          Ich habe nur darauf verwiesen das die Verwaltung nach derzeitiger Beschlusslage nicht viel Spielraum hätte.

          Aber Wir können gerne gemeinsam einen Antrag in der Bürgerschaft einbringen um die Diagonalquerung aus dem Radverkehrsplan zu entfernen oder Sie formulieren ihren Antrag das nächste mal so, dass dort explizit drin steht, dass eine Umplanung ohne Einbeziehung der Diagonalquerung stattfindet.

          Beste Grüße

          Franz-Robert Liskow

          Antworten
          • Stefan Fassbinder 18. Dezember 2012 at 12:48

            Sehr geehrter Herr Liskow,

            wo soll ich Ihnen unterstellt haben, dass Sie gesagt haben sollen “Die Diagonalquerung ist die einzig richtige Lösung für die Europakreuzung”.? Ich kann das zumindest auf diesem Blog nirgends finden.
            Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Sie in der Bürgerschaftssitzung gesagt haben, dass im Fall wir die Europakreuzung verkehrstechnisch überplanen, dann dabei auch die Diagonalquerung herauskommt. Diesen Schluss haben Sie gezogen. Ich würden den VerkehrsplanerInnen nie in dieser Art und Weise vorgreifen.
            Unser Antrag war wesentlich umfangreicher, schließlich ging es um die verkehrstechnische Überplanung des Bereiches zwischen Nexö-Platz und Loeffler-Straße, und zwar im Interesse aller VerkehrsteilnehmerInnen. Es ist Ihr gutes Recht diesen Antrag abzulehnen, aus welchen Gründen auch immer. Aber die Reduzierung unseres Antrages auf die Diagonalquerung ist nicht zulässig.

          • Franz-Robert Liskow 18. Dezember 2012 at 13:27

            Sehr geehrter Herr Dr. Fassbinder,

            sie haben auf diesem Blog folgendes geschrieben:

            Stefan Fassbinder 12. Dezember 2012 at 22:40

            „Es war Franz Robert Liskow (CDU) der in der Bürgerschaftssitzung am Montag den Schluss zog, dass die Diagonalquerung die richtige Lösung für die Europakreuzung ist. Von den Mitgliedern der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN hat niemand von der Diagonalquerung gesprochen.“

            Darauf habe ich mich bezogen.

            Ich freue mich, dass Sie ihre Aussage ja insoweit revidiert haben.

            Das ihr Antrag auch andere Punkte enthalten hat, habe ich nie abgestritten. Für mich war mein Hinweis dennoch notwendig.

            Wir können das Thema aber gerne noch einmal persönlich erörtern.

            Mit freundlichen Grüßen
            Franz-Robert Liskow

    • Ekkehard Brunstein 20. Dezember 2012 at 12:11

      Sehr geehrter Dr. Fassbinder,
      Stehen Sie nun zu Ihrem Blog-Kommentar vom 12.12.2012, 22.40 Uhr oder nicht?
      Dort unterstellen Sie Liskow Jun. , dass er der Auffassung sei, die Diagonalquerung ist für die Lösung der Verkehrsprobleme die richtige Lösung.
      Falls Sie sich beim Schreiben dieses Beitrages vertan haben , sollten Sie dies schnell korrigieren! Ist ja auch nicht schlimm!
      Ihr jetziges Rumgeeiere ist für mich mehr als peinlich!
      Sie kennen doch die Grundhaltung der CDU und F.R. Liskows als immer konsequent ablehnend zur Diagonalquerung. Ihm was anderes in den Mund legen zu wollen, sollte nicht Ihr Stil sein.
      Und noch eine andere Heuchelei Ihrerseits – wenn Sie behaupten, die Einstellung der Planungsmittel für den Platz der Freiheit ziele nicht auf die Umsetzung der Diagonalquerung, dann sollten Sie dies jemandem erzählen, der mit dem Klammerbeutel gepudert ist, aber nicht der Greifswalder Bevölkerung. Geben Sie doch einfach Ihren schlitzohrigen Trick zu und denken Sie nicht, wir ziehen uns die Hose mit der Kneifzange an!
      Also, nur Mut zur Wahrheit, wie es der Grünen Partei eigen sein will.

      Antworten
      • Dr. Rainer Steffens 21. Dezember 2012 at 09:59

        Lieber Ekkehard Brunstein,

        vielen Dank für Deine Stellungnahme an Stefan Fassbinder wegen der Sache F.-R. Liskow/ Diagonalquerung. Du hast mir „aus der Seele geschrieben“, insbesondere auch zum Versuch der „Verdummung“. Es wäre schön, wenn Dr. Fassbinder Deiner Aufforderung zur Einräumung seines Fehlers nachkommen würde und die leidige Angelegenheit vor Weihnachten ausgestanden wäre.

        Ich wünsche Dir und der Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Jahr 2013, insbesondere Gesundheit.

        Dr. Rainer Steffens

        Antworten
        • Stefan Fassbinder 22. Dezember 2012 at 12:24

          Sehr geehrter Herr Brunstein, sehr geehrter Herr Steffens,

          ich habe mich am Abend des 18. Dezembers mit Franz-Robert Liskow verständigt. Im übrigen verweise ich auf meine erläuternden Blogeinträge vom 16., 17. und 18. Dezember. Mehr fällt mir dazu nicht.

          @Steffens: Mit dem Vorwurf der „Verdummung“ wäre ich vorsichtig. Die CDU Greifswald betreibt öffentlich „Verdummung“, wenn sie wider besseren Wissens behauptet, die Diagonalquerung koste 180.000 €. Jeder weiß, dass das die Kosten für den kompletten Umbau der Europakreuzung einschließlich neuer Ampelanlage, Fußgängerüberwege etc. sind. Die Diagonalquerung als Einzelmaßnahme kostete einen Bruchteil davon.

          Antworten
  3. Sehr geehrter Herr Liskow, sehr geehrte AutorIn des Artikels,

    meine Name ist Torsten Wierschin. Ich bin Mitglied der Bürgerinitiative (BI) „Diagonal ist Besser – für Auto, Rad und Fuß“.

    Diesen Kommentar schreibe ich jedoch nicht im Auftrage der BI, sondern als Vorstandsmitglied des ökologischen Verkehrsclubs (VCD) Landesverband Nordost http://www.vcd.org

    Ich möchte Ihnen die Forderungen der BI und die des VCD Nordost im Zusammenhang mit der Diagonalen erläutern und auf Ihre GEGEN-Argumente antworten:

    Die Bürgerinitiative „Diagonal ist Besser – für Auto, Rad und Fuß“ möchte zur Versachlichung der Diskussion um die Greifswalder Diagonalquerung beitragen. Dazu hat sie viele Argumente, die FÜR die Errichtung der Rad-Diagonalen sprechen, auf ihrer Homepage http://diagonalquerung.wordpress.com/ zusammengetragen.

    Die aus BI-Sicht fünf wichtigsten Argumente FÜR eine verkehrliche Umgestaltung des „Platzes der Freiheit“ sind, dass

    1.) sich die Fußweglängen über die Straße verkürzen würden. Das erhöht die Verkehrssicherheit.

    2.) durch die Diagonale ein für Radfahrer gegenüber dem Autoverkehr konfliktfreier Radweg über die Kreuzung errichtet würde. Diese würde zudem eine positive, verkehrslenkende Wirkung erzielen, d.h. den aktuellen Radfalschfahrer in der Wolgaster und Anklamer Straße wird die Pappelallee als deutlich sicherer Radweg angeboten. Das erhöht die Verkehrssicherheit, nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den hier genannten Straßen.

    3.) mehr Platz für Fußgänger geschaffen würde. Damit würden die Konflikte mit Radfahrern deutlich vermindert. Das erhöht die Verkehrssicherheit.

    4) das Verengen der Autofahrstraßen auf eine Richtungsspur würde das innerstädtische Tempo reduzieren. So harmonisiert sich der Verkehrsfluss und senkt den Lärmpegel. Unnötige Überhol- und Einordnemanövern würden vermieden. Das wirkt Autounfällen entgegen, erhöht die Verkehrssicherheit und verbessert die Lebensqualität der Straßenanwohner.

    5.) die Diagonale die Attraktivität des Radfahrens in Greifswald enorm steigern würde. Das verkürzt aber auch die Autostaulängen und entspannt die innerstädtische Parksituation, denn: „Jeder Radler ist ein Auto weniger in der Innenstadt“. Mittelfristig spart die Stadt so Geld, um Autoparkraum zu schaffen oder zu pflegen.

    Ich möchte auf Ihre GEGEN-Argumente antworten:

    A) Es gibt einen beträchtlichen Sanierungsstau in der Stadt, so dass keine Spielräume da wären, die Diagonale bzw. den Platz umzugestalten. Andere Projekte hätten Vorrang.

    Die BI sollte die Errichtung nicht, so wie das Ihr Text suggeriert als etwas Zusätzliches, als etwas, dass kurzfristigen „Wünschbarkeiten“ dient, fordern. Nein, sie sollte sich vielmehr die Forderung des VCD zu eigen machen, dass die Politik endlich eine langsame und schrittweise Umschichtung von Investitionen anstößt. Die Errichtung der Diagonalen wäre so nur ein symbolischer Anfang dieses Prozesses.

    Die Stadt investiert pro Jahr 6 Mio. Euro. in Gemeindestraßen. Man braucht kein Finanzexperte zu sein, sondern sich nur die Flächenverhältnisse der einzelnen Verkehrsträger (Auto,Rad,Fuß) anzusehen, um zu erkennen, wohin heute immer noch der Löwenanteil der 6 Mio. fließt.

    Mehr als 5 Mio. gehen in den Bau und Erhalt von Autostraßen. Das entspricht aber längst nicht mehr der Verkehrsrealität in der Stadt. Gut sieben von zehn GreifswalderInnen brauchen für ihren täglichen Weg kein Auto mehr, Tendenz in den nächsten Jahren steigend. Meine persönliche Prognose lautet: dieser Trend ist nicht umkehrbar. Die Gründe entnehmen wir täglich der Presse.

    Entsprechend der aktuellen Verkehrsrealität (Modal-Split: 44%Rad,21%Fuß,2%ÖPNV,33%MIV) muss der städtische Haushalt schrittweise angepasst werden. Das ist die Forderung des VCD. Die Diagonale wird sich da nur als bescheidener Anfang herausstellend.

    B) Die Zeitersparnis ist viel zu gering.
    Sparen 14.000 Menschen täglich 2 Minuten, erwirtschaftet die Volkswirtschaft dadurch täglich mehr als 4600 Euro. Das sind herkömmliche Berechnungen, die bei jeder Neuerrichtung von Infrastruktur zu berücksichtigen sind (Kosten-Nutzen-Verhältnis,KNV). Das KNV rechtfertigt die Errichtung. Dies sollte bei jeder Investition die Praxis sein. Manche städtische Autostraße ließe sich einsparen oder zurück bauen.

    C) Die für die Diagonalquerung einzusetzenden 180.000Euro sind zu viel Geld.
    Folgt man der Argumentation des VCD, die städtischen Infrastrukturinvestitionen schrittweise am tatsächlichen Modal-Split auszurichten, ist diese Investition eine mehr als gut angelegte und wie bereits gesagt, stellt sie nur den bescheidenen Auftakt der noch vorzunehmenden Investitionen für Rad- und Fußverkehr dar. Bestritten müssen diese Ausgaben aus den der Stadt bereits zur Verfügung stehenden Mitteln (siehe unter A) und zwar durch schrittweises Umschichten weg vom Autoverkehr.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesen Kommentar veröffentlichen könnten. Vielen Dank im Voraus.

    Torsten Wierschin.

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Wierschin,
      wer glaubt, daß die Fahrraddiagonalquerung von den Greifswalderinnen und Greifswaldern gewollt ist, der glaubt auch, daß der Zitronenfalter, Zitronen faltet…
      MfG Axel Hochschild

      Antworten
      • Alexander Krüger 16. Dezember 2012 at 16:23

        Sehr geehrter Herr Hochschild,

        ich finde es beschämend, wie Sie die Sachdarstellung von Herrn Wierschin ins Lächerliche ziehen. Es zeigt, dass Sie nicht gewillt sind Sachargumente in Ihre Meinungsbildung einfliessen zu lassen und mit Masse nur über die emotionale Kommunikationsebene wirken.
        Schade eigentlich.

        Zu dem was die Greifswalder_innen wollen. Hier das letzte Umfrageergebnis der OZ.
        3249 Leser hatten abgestimmt.
        Wollen Sie die Diagonalquerung für Radfahrer?
        Nein (40%)
        Ja (58%)
        Egal (2%)

        Wie Herr Wierschin bereits ausführte, geht es um eine langfristige Planung sowie darum für alle Verkehrsteilnehmer_innen eine signifikante Verbesserung der Situation zu erreichen und nicht nur Stückwerk zu betreiben.
        Zum Sanierungsstau verweise ich auf meinen Kommentar oben.

        MfG
        Alexander Krüger

        Antworten
        • Sehr geehrter Herr Krüger,
          wenn Sie mit Masse = Mehrheiten meinen, dann hat zumindestens die letzte Bürgerschaftssitzung gezeigt, daß es für Ihre Geldvernichtungsdiagonalquerung jedenfalls diesmal
          keine Mehrheit gab!!!
          MfG Axel Hochschild
          PS: Schade das Sie nicht auf meine Sachargumente von
          20 Mio € eingegangen sind….schade….

          Antworten
          • Alexander Krüger 17. Dezember 2012 at 16:41

            Sehr geehrter Herr Hochschild,

            mit Masse meinte ich definitiv nicht die Mehrheiten im politischem Sinne. Das Wort Masse bezog sich auf Ihre Kommunikationsebene und kann durchaus durch das Wort Mehrheit ersetzt werden.

            Ich weiss nicht wie Sie darauf kommen, dass am 10.12.12 über die Diagonalquerung abgestimmt wurde. Der Antrag bezog sich auf eine komplette Überplanung des Bereiches vorm Theater bis einschliesslich des Hanseringes. Dieser fand leider keine Mehrheit. Der Bau der Diagonalquerung war in dem Beschluss in keiner Weise erwähnt es ging nicht um das Bauen sondern um eine zusammenhängende Planung.
            Zum Thema 20 Mio € und Ausschüsse gehe ich gerne oben ein.

            MfG

            Alexander Krüger

      • Ach Axel…, das ist ja reichlich peinlich. Diskussion wollen, dann aber bei Argumenten so flach abblocken. Fein fein. Fragt sich, wer hier die Einfalt gepachtet hat. Whatever, dieser Kommentar wird sicher eh gelöscht.

        Antworten
      • Guten Tag die Herren Diskutanten,
        wer glaubt, dass die Fahrraddiagonalquerung von den Greifswalderinnen und Greifswaldern nicht gewollt ist, sollte Zitronenfalter dressieren gehen. Interessierte der Wille der Greifswalderinnen und Greifswalder im Fall „Technisches Rathaus“, um nur ein Beispiel zu nennen?
        Vielen Dank an Alexander Krüger und Stefan Fassbinder für eure Geduld und Sachlichkeit, die mir als Greifswalderin bei manchen Kommentaren wieder latent abhanden kommt.
        Fröhliche & Friedliche Festtage

        Antworten
  4. Sorry, dass das jetzt öfter im selben Wortlaut in den Kommentaren hier und bei Facebook kommt, aber ich kann diese falsche Zahl nicht so stehen lassen.

    „Die 180 000 Euro für die Diagonalquerung kamen ja größtenteils wegen einer neuen Lichtsignalanlage zustande, die auch eine zusätzliche Ampel für Radfahrer beinhaltete“, sagt übrigens Baudezernent Jörg Hochheim (CDU) in der heutigen OZ. Die Lichtanlage (sprich Ampeln) müssen eh in den nächsten Jahren erneuert werden. Dämmert’s?

    Antworten

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